Das macht bei uns die IT“ – Warum 88% der Datenschutzverletzungen trotzdem passieren

Wenn in Ihrem Unternehmen der IT-Verantwortliche, die IT-Abteilung (oder Ihr externer IT-Dienstleister) allein für Security Awareness zuständig ist, haben Sie ein Problem. Nicht weil Ihre IT schlecht wäre. Sondern weil 88% der Sicherheitsvorfälle außerhalb des IT-Einflussbereichs passieren.

🕒 5 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

📌 Das Wichtigste in Kürze:

„Das macht bei uns die IT“ – dieser Satz kostet deutsche Unternehmen jährlich Millionen. Denn 88% aller Datenschutzverletzungen passieren trotz funktionierender IT-Sicherheit.

Warum? Weil die beste Firewall nichts nützt, wenn Ihre Buchhalterin auf den falschen Link klickt.

Die Frage ist nicht OB es passiert. Sondern WANN.

Und wer dann in der Haftung steht? Nicht die IT. Sondern im Ernstfall Sie als Geschäftsführer.

Die unbequeme Wahrheit über IT-Sicherheit

Lassen Sie mich das konkret machen: Ihre IT kann die beste Firewall der Welt installieren. Sie kann Virenscanner auf jedem Rechner einrichten. Sie kann automatische Updates erzwingen und Passwort-Richtlinien durchsetzen. All das ist wichtig und richtig.

Aber Ihre IT kann eines nicht: Verhindern, dass Ihre Mitarbeiterin am Montagmorgen um 7:45 Uhr – noch nicht ganz wach, mit dem Kaffee in der Hand – auf eine E-Mail klickt, die aussieht wie von der Geschäftsführung. Oder dass Ihr Mitarbeiter am Freitagabend um 17:30 Uhr – gestresst, weil er noch zum Kindergarten muss – die Datei öffnet, die angeblich vom Steuerberater kommt.

Das ist der Bereich, in dem 88% aller Datenschutzverletzungen entstehen. Und genau das kann die IT nicht lösen. Weil es kein technisches Problem ist.

Was passiert, wenn „die IT das macht“

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis:

📍 Praxisbeispiel: Steuerberatungskanzlei aus Nordrhein-Westfalen

Eine mittelständische Steuerberatungskanzlei mit 45 Mitarbeitern. IT-Sicherheit auf dem neuesten Stand: Managed IT-Dienstleister, regelmäßige Updates, Firewall, moderner Virenschutz, verschlüsselte Backups. „Bei uns macht das die IT“ war der Standard-Satz der Geschäftsführung.

Im November 2025 erhielt die Buchhaltung eine E-Mail: Absender war der vermeintliche DATEV-Support. Betreff: „Wichtig: Sicherheitsupdate erforderlich“. Die E-Mail war perfekt gefälscht – DATEV-Logo, korrekte Formatierung, professioneller Ton.

Die Mitarbeiterin klickte auf den Link. Warum? Weil niemand ihr je erklärt hatte, woran man eine gefälschte DATEV-Mail erkennt. Die IT hatte zwar technische Schutzmaßnahmen installiert, aber die Mitarbeiter nie geschult.

Folge: 14 Tage kompletter Stillstand. Alle Mandantendaten verschlüsselt. Lösegeld-Forderung: 85.000 EUR. Tatsächlicher Schaden inklusive Ausfallzeiten, Datenwiederherstellung und Reputationsverlust: über 200.000 EUR.

Die Geschäftsführerin zu mir im Gespräch: „Wir dachten, die IT kümmert sich um so etwas.“

Die harten Zahlen

Was wirklich passiertQuelle
88% der Angriffe auf Web-Anwendungen nutzen gestohlene ZugangsdatenVerizon DBIR
70% erfolgreicher Cyberattacken beginnen mit Phishing-MailGDV
95.000 EUR durchschnittlicher Schaden pro Cyberattacke bei KMUHDI-Cyberstudie
80% Ransomware-Opfer sind KMUsBSI
95% der Cybersecurity-Verstöße basieren auf menschlichem VersagenIBM Security

Die Zahlen zeigen es deutlich: Das Problem sitzt nicht vor der Firewall. Es sitzt vor dem Bildschirm.

Warum „die IT macht das“ nicht funktioniert

Die IT macht einen hervorragenden Job. Bei dem, wofür sie zuständig ist: Technische Sicherheit. Aber Security Awareness ist keine technische Aufgabe. Es ist eine organisatorische Aufgabe. Eine Führungsaufgabe.

Das IT-Dilemma

Ihre IT (intern oder extern) hat drei Probleme:

1. Keine Zeit
IT-Dienstleister sind mit Wartung, Updates, Support und Projekten ausgelastet. Security Awareness erfordert kontinuierliche Betreuung – monatliche Schulungen, regelmäßige Erinnerungen, individuelle Ansprache. Das passt nicht ins Abrechnungsmodell eines IT-Dienstleisters.

2. Falsche Perspektive
IT-Experten denken in Systemen, nicht in Menschen. Sie erklären, wie Verschlüsselung funktioniert – aber nicht, warum Ihre Sekretärin einen USB-Stick vom Kunden lieber nicht einstecken sollte. Die beste technische Erklärung hilft nicht, wenn der Empfänger sie nicht versteht.

3. Keine Reichweite
Die IT erreicht Ihre Mitarbeiter nur, wenn etwas nicht funktioniert. Aber Security Awareness braucht kontinuierliche Präsenz – jeden Monat, jede Woche, bei jedem E-Mail-Eingang. Die IT kann das nicht leisten. Und soll es auch nicht.

Die unbequeme Wahrheit

Selbst wenn Ihre IT regelmäßig auf Sicherheit hinweist: Wer nimmt eine „IT-Rundmail zu Phishing“ ernst, wenn gleichzeitig 47 andere E-Mails im Postfach warten? Wer liest eine „Sicherheitsrichtlinie“ der IT, wenn sie 23 Seiten lang ist und aussieht wie ein Handbuch?

Die Wirkung einer einmaligen IT-Security-Schulung? Nach wissenschaftlichen Studien bereits nach 4-6 Wochen drastisch reduziert. Nach 3 Monaten ist die Klickrate auf Phishing-Mails wieder auf dem Ausgangsniveau.

Das ist nicht die Schuld der IT. Es ist einfach nicht ihre Kernaufgabe.

Was wirklich funktioniert

Security Awareness ist keine IT-Aufgabe. Es ist eine Unternehmensaufgabe. Und zwar Chefsache.

Nicht, weil Sie als Geschäftsführer jetzt selbst IT-Experte werden müssen. Sondern weil es um etwas geht, das nur Sie regeln können: Die Unternehmenskultur. Die Prioritäten. Die klare Ansage, dass Sicherheit nicht „nice to have“ ist, sondern Business-kritisch.

Was brauchen Ihre Mitarbeiter wirklich?

Nicht noch eine 23-seitige Sicherheitsrichtlinie. Nicht noch eine technische Erklärung, wie Ransomware funktioniert. Nicht noch einen Vortrag über ISO-Zertifizierungen.

Ihre Mitarbeiter brauchen drei Dinge:

1. Verständnis
Warum ist das wichtig? Was kann passieren? Nicht abstrakt („Cyberkriminalität nimmt zu“), sondern konkret („Wenn Sie auf diesen Link klicken, können wir 14 Tage nicht arbeiten“).

2. Handlungskompetenz
Was genau soll ich tun? Nicht „seien Sie vorsichtig bei E-Mails“, sondern „wenn der Absender Sie um dringende Überweisung bittet, rufen Sie zurück – immer“.

3. Kontinuität
Einmal im Jahr reicht nicht. Jeden Monat 10 Minuten – das bleibt hängen. Das wird zur Routine. Das wird Teil der Unternehmenskultur.

Und genau das kann die IT nicht leisten. Das müssen Sie als Unternehmen organisieren.

Häufige Fragen

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Aber unsere IT macht doch schon regelmäßig Updates und Schulungen?

Das ist gut und wichtig – für die technische Seite. Aber 88% der Probleme entstehen nicht durch fehlende Updates, sondern durch menschliches Verhalten. Ein Mitarbeiter, der auf einen Phishing-Link klickt, umgeht alle technischen Schutzmaßnahmen. Security Awareness ist keine IT-Schulung, sondern Verhaltensänderung – und das erfordert kontinuierliche, zielgruppengerechte Kommunikation, nicht nur technische Briefings.

Reicht nicht eine jährliche Pflichtschulung?

Ehrlich gesagt: Nein. Studien zur Lernpsychologie zeigen, dass die Wirkung einer einmaligen Schulung bereits nach 4-6 Wochen deutlich nachlässt. Nach 3 Monaten ist die Klickrate auf Phishing-Mails wieder auf dem Ausgangsniveau. Security Awareness funktioniert nur durch kontinuierliche, kurze Impulse – getreu dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein!“

Was kostet das denn?

Eine gute Frage, doch die richtige Frage lautet vielmehr: Was kostet es NICHT zu handeln? Der durchschnittliche Schaden eines Sicherheitsvorfalls in deutschen KMU liegt wie oben erwähnt bei 95.000 EUR – plus Ausfallzeiten, Reputationsverlust, mögliche DSGVO-Bußgelder. Eine strukturierte Security Awareness-Schulung – beispielsweise auf Grundlage der Security Awareness Toolbox BASIC – kostet gerade einmal 990 EUR pro Jahr. Das ist etwas mehr als 1% eines durchschnittlichen Schadens!

Wie viel Zeit muss ich investieren?

Monatlich etwa 10-15 Minuten Ihrer Zeit: Material herunterladen, an Mitarbeiter verteilen, fertig. Die eigentliche Schulung dauert für Ihre Mitarbeiter ebenfalls nur 10-15 Minuten pro Monat. Wenn Sie heute einen Ransomware-Angriff hätten, würden Sie sich 14 Tage Ausfallzeit wünschen – oder 10 Minuten Prävention pro Monat?

Warum kann das nicht einfach die IT übernehmen?

Theoretisch könnte sie es. Wie ich allerdings aus zahlreichen Gesprächen mit IT-Verantwortlichen weiß, hat sie in der Regel schon genug um die Ohren, um die IT-Systeme am Laufen zu halten und die technischen Maßnahmen zu ergreifen, um Cyberattacken abzuwehren. Die IT kümmert sich um Systeme – Sie als Geschäftsführer um Menschen und Unternehmenskultur. Die IT kann Ihnen sagen, WIE ein Phishing-Angriff funktioniert. Aber nur Sie können dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter verstehen, WARUM sie im Zweifelsfall nachfragen sollen, statt zu klicken. Das ist Führungsaufgabe, nicht IT-Support.

Ist das nicht übertrieben für ein kleines Unternehmen?

Im Gegenteil: Gerade KMU sind beliebte Ziele. Warum? Weil Angreifer davon ausgehen, dass kleine Unternehmen ein viel einfacher zu knackendes Opfer sind als Großunternehmen und Konzerne. Das BSI warnt bereits seit längerem, dass KMU verstärkt in den Fokus von Cyberkriminellen rücken. Auch als kleines Unternehmen können Sie es sich nicht einfach nicht leisten, NICHT zu handeln.

Was Sie jetzt konkret tun können

Hier ist mein Vorschlag: Investieren Sie 30 Minuten Ihrer Zeit in ein kostenloses unverbindliches Einführungsgespräch.

Im Gespräch klären wir:

1. Ihre aktuelle Situation
Wo stehen Sie heute? Was macht Ihre IT bereits? Was funktioniert, was nicht? Welche Branchen-spezifischen Risiken gibt es?

2. Ihr konkretes Risiko
Welche Angriffsvektoren sind in Ihrer Branche typisch? Wo sind Ihre größten Schwachstellen? Was würde ein Ausfall für Ihr Unternehmen bedeuten?

3. Ihr individueller Fahrplan
Nicht irgendein Standard-Konzept. Sondern: Was brauchen SIE? Was passt zu IHREM Unternehmen? Was können IHRE Mitarbeiter umsetzen? Wie integrieren Sie das in Ihren Arbeitsalltag?

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Das Versprechen

Am Ende des Gesprächs haben Sie Klarheit. Entweder Sie wissen genau, was zu tun ist. Oder Sie wissen, dass Sie (noch) nichts tun müssen. Beides ist ein Gewinn.

Niemand verkauft Ihnen etwas, was Sie nicht brauchen. Kein Verkaufsdruck. Nur ehrliche Einschätzung Ihrer Situation.

Sie investieren 30 Minuten. Sie gewinnen Klarheit über eines der größten Risiken Ihres Unternehmens.

Das ist doch ein guter Deal, oder?

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Zusammenfassung

„Das macht bei uns die IT“ ist der teuerste Satz in deutschen KMUs. Weil 88% aller Datenschutzverletzungen nicht durch technische Lücken entstehen, sondern durch Menschen. Die IT kann Systeme schützen. Aber Menschen sensibilisieren? Das ist Ihre Aufgabe als Geschäftsführer.

Die gute Nachricht: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt bewährte, praxiserprobte Lösungen. Der erste Schritt ist ein ehrliches Gespräch über Ihre Situation.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie die Beschäftigten Ihres Unternehmensvom Risikofaktor in eine "Human Firewall" verwandeln?

Kein Problem! In einem kostenlosen Erstgespräch vermitteln wir Ihnen einen Überblick, welche Maßnahmen dafür erforderlich sind und wie Ihnen die Security Awareness Toolbox dabei hilft, diese Maßnahmen mit minimalem Zeit- und Kostenaufwand umzusetzen.

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